Kräuter verleihen Gerichten nicht nur ein intensives Aroma, sondern bieten auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Damit Sie ihr volles Aroma und ihre wertvollen Inhaltsstoffe möglichst lange genießen können, empfiehlt es sich, Kräuter nach der Ernte zu trocknen. So lassen sie sich das ganze Jahr über verwenden.
Welche Kräuter eignen sich zum Trocknen?
Grundsätzlich lassen sich fast alle Kräuter trocknen – egal ob mediterrane, tropische oder heimische Sorten. Einige Kräuter eignen sich jedoch besser zum Trocknen als andere.
Kräuter, die sich leicht trocknen lassen
Kräuter mit festen Blättern und robusten Stängeln sowie Arten mit einem geringen Wassergehalt lassen sich besonders gut trocknen.
Dazu gehören unter anderem:
- Thymian
- Rosmarin
- Lorbeer
- Salbei
Kräuter, die empfindlicher sind
Kräuter mit großen, feinen Blättern oder einem hohen Wassergehalt verlieren beim Trocknen schneller Aroma und Qualität.
Dazu zählen beispielsweise:
- Minze
- Basilikum
- Petersilie
- Estragon
Wie trocknet man Kräuter?
Es gibt drei einfache Methoden, Kräuter zu trocknen:
- Lufttrocknung
- Trocknen in der Mikrowelle
- Trocknen im Backofen
Kräuter an der Luft trocknen
Die Lufttrocknung ist die schonendste und traditionellste Methode. Sie benötigt zwar etwas mehr Zeit, erhält jedoch Aroma und Nährstoffe besonders gut.
Um Kräuter an der Luft zu trocknen, gehen Sie wie folgt vor:
- Kräuter gründlich reinigen und vorsichtig trocknen.
- Kleine Sträuße aus fünf bis zehn Stängeln binden.
- Die Sträuße kopfüber an einem trockenen, warmen und gut belüfteten Ort aufhängen.
- Zwischen den Sträußen ausreichend Abstand lassen.
- Je nach Kräuterart mehrere Tage bis zwei Wochen trocknen lassen.
- Anschließend in luftdicht verschließbaren Glasbehältern aufbewahren.
Kräuter in der Mikrowelle trocknen
Das Trocknen in der Mikrowelle geht deutlich schneller, ist jedoch weniger schonend. Ein Teil der Aromen und Nährstoffe kann dabei verloren gehen.
So funktioniert es:
- Kräuter gründlich reinigen.
- Kräuter zwischen zwei Lagen Küchenpapier legen.
- Das Küchenpapier auf den Drehteller der Mikrowelle legen.
- Die Mikrowelle 60 Sekunden auf niedriger Leistungsstufe einschalten.
- Kurz auskühlen und die Feuchtigkeit entweichen lassen.
- Anschließend in Intervallen von jeweils 20 Sekunden weiter trocknen, bis die Kräuter vollständig trocken sind.
- Danach in einem luftdichten Behälter an einem trockenen Ort aufbewahren.
Kräuter im Backofen trocknen
Das Trocknen im Backofen ist die schnellste, aber auch die intensivste Methode. Sie eignet sich, wenn die Kräuter rasch verarbeitet werden sollen.
Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
- Kräuter reinigen.
- Die Kräuter auf ein Backblech legen und mit Backpapier abdecken.
- Das Backblech auf die oberste Schiene schieben.
- Die Backofentür leicht geöffnet lassen.
- Den Backofen auf eine möglichst niedrige Temperatur einstellen.
- Die Kräuter mehrere Stunden trocknen lassen.
- Regelmäßig wenden.
- Anschließend vollständig abkühlen lassen und in luftdichten Gläsern aufbewahren.
Gut zu wissen: Getrocknete Kräuter bleiben bei richtiger Lagerung an einem trockenen und lichtgeschützten Ort etwa sechs bis zwölf Monate haltbar.
Tipps für das Trocknen von Kräutern
Mit einigen einfachen Tipps erhalten Sie besonders aromatische und hochwertige getrocknete Kräuter.
Kräuter richtig ernten und vorbereiten
Ernten Sie Ihre Kräuter möglichst morgens, bevor die Sonne zu stark scheint. Zu diesem Zeitpunkt enthalten sie besonders viele ätherische Öle und Aromen.
Entfernen Sie anschließend beschädigte oder verfärbte Blätter und bereiten Sie die Kräuter sorgfältig für das Trocknen vor.
Kräuter vor dem Trocknen reinigen
Vor dem Trocknen sollten Kräuter gründlich gereinigt werden.
Entfernen Sie Staub, Erde und andere Rückstände vorsichtig mit einem feuchten Tuch. Lassen Sie die Kräuter anschließend gut abtropfen und tupfen Sie sie mit Küchenpapier trocken. Erst wenn keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist, sollten sie getrocknet werden.










